Inspiriert von einem Werbeflyer zog ich heute durch die lokalen Bau- und Supermärkte. Zwar beiße ich selten auf diese Flyer, doch war es einfach Zeit für ein paar neue Anschaffungen. Nach viel Umherrennen und akribischer Recherche in den Warenhausregalen zog ich nach dem Einkaufen Bilanz:

  • Handschuhe
  • Tabak (Erdbeeraroma) + Kohlestücke
  • Besteckablage[1]
  • Rauchmelder[1]
  • Scheibenwischwasser[1]
  • Funkwecker
  • Postkarten + Briefmarken von Schleswig[2]
  • Schleswig Stadtaufkleber[1]
  • 10 Geschirrhandtücher[1]
  • AA Batterien
  • Und alles in supergünstitsch! (Bis auf die AAs.)
    [1] Für den Bus. Erschreckend viel. Zwar kommt mir das alles indirekt selbst zu gute doch schockiert es mich rein statistisch doch ein wenig.
    [2] Um der Enkelpflicht nachzukommen. Leider hatten sie keine realistischen Postkarten, sondern nur welche mit Sonne und grünen Wiesen/Wäldern und blauen Flüssen/Seen drauf. Ich war allerdings froh überhaupt welche gefunden zu haben. Selbst im Schreibwarenbedarf, mit satten _neun_ Postkartenständern, gab es nicht eine olle “Ich war in Schleswig – und du?” Karte! Bei der Post verwies man mich immerhin auf den Real,- und siehe da.. in der Medienabteilung (und nicht der Schreibwarenabteilung) zwischen Büchern und Computerspielen stand er: Des Touris Liebling 😀

    Ich denke damit bin ich für eine weitere Reise gut ausgerüstet. Am Montag geht es los.

    Pearl hat es mal wieder verbaut. Neulich habe ich meinen Kassettenadapter endgültig zerlegt, nachdem ich die Kassette nicht mehr aus dem Radio des Dienstwagens bekommen habe. Da der Auswurfknopf schlichtweg keine Reaktion zeigt, verwendete ich die Holzhammermethode. Den Adapter habe ich schon drei mal neu gelötet und er hat mich viele tausende Kilometer begleitet. Hätte ich mal lieber vorher in das Handbuch geschaut. Das Stangenradio von Mercedes verlangt nämlich, dass der Auswurfknopf für Kassetten am Radio mindestens fünf Sekunden lang gedrückt werden muss, damit die angeforderte Aktion auch ausgeführt wird. Bei einem Multifunktionsknopf hätte ich das ja verstanden.. so bleibt mir aber nur die Tischkante. Nachdem ich meinen Frust an jener ausgelassen hatte, bestellte ich einen neuen Adapter bei Pearl für 6,99 EUR (ein kleines Vermögen also 😉 ). Der wurde auch prompt geliefert…

    ..leide an meine alte Adresse in Stuttgart und nicht an die gewünschte Lieferadresse hier oben im Norden. Eine weitere Woche ohne Wunschmusik im Auto und eine Warensendung später konnte ich dann den Adapter endlich in Empfang nehmen. Eine Beschwerde hätte sowieso nichts gebracht, denn Service gibt es bei Pearl schlichtweg nicht. Dafür bekommt man dort so viel lustiges Zeug, was woanders niemand haben wollte, zu unschlagbaren Preisen. Dafür mag ich den Laden schon wieder und verzeihe derartige Fehler gerne. Wie zum Beispiel auch den Punkt, dass ich wohl bei einer Bestellung genau einen Tag später anlässlich meines Geburtstages noch eine Kleinigkeit gratis bekommen hätte. Zu der Zeit wurde mein Kram ja erst verpackt und es wäre ja kein Problem gewesen… ach egal. Daran ist ja auch nur ein Computer Schuld 🙂

    Der Adapter selbst ist übrigens von erstaunlich guter Qualität. Bis auf das Anschlusskabel[1] recht massiv mit überdurchschnittlich guter Qualität und sogar richtig leise[2]. Die aufgedruckten Label für MP3, DVD, MCD und HasteNichGesehn hingegen fasse ich als puren Sarkasmus seitens des Herstellers auf. Nun mag sich mach einer wundern, warum ich diesen Aufwand betreibe, statt mir einfach mal ein modernes MP3-Radio zu leisten. Das ist ganz einfach: a.) Ich mag mein altes Radio einfach und b.) 200Euro haben oder nicht haben ist keine Kleinigkeit und c.) Wegen der alten Möhre macht mir garantiert niemand den Bus auf 😉

    [1] Da löte ich sowieso wieder was richtiges in passender Länge ran
    [2] Gut, ein Schuss WD40 hat das Problem bei dem alten Adapter schnell in den Griff bekommen

    [x] Ostern
    [x] Midsummer
    [x] Weihnachten
    [x] Neujahr
    [x] Geburtstag ..alles überlebt

    Wieder ein Jahr herum. Willkommen 2007. Mein Riestertag war übrigens schon am Dritten und ich bin nun 24 Jahre jung. Diese Webseite ist inzwischen 6,5 Jahre alt – einige Artikel ebenfalls *hust*. MaxTheGame, eine weitere Webseite von mir, wird 5 Jahre alt und hat inzwischen eine kleine aber feine Gemeinschaft von Spielern im zugehörigen Forum vereint. Meine Fahrerlaubnis, die ich erst spät erworben habe, feiert auch bald ihr zweites Jahr und ich hoffe, nicht im letzten Moment noch einen Punkt in Flensburg zu kassieren, um endlich aus dieser lästigen Probezeit heraus zu kommen, mit der ich mich als Viel- und Berufsfahrer förmlich bestraft fühle (fühlt sich an wie russisches Roulette). Mein neuer Bulli hat seine 200.000km geknackt und fährt immernoch. Meine berüchtigte ToDo Liste folgt die Tage aktualisiert.

    Tja, nicht viel interessantes dabei heute hm 😉

    Der Plan war simpel. Ich stellte mich am Silvesterabend an den Hafen und bezog eine Stunde vor Mitternacht meinen Platz auf dem Busdach. Von hier hatte ich einen prächtigen Überblick über die Bucht und die Stadt. Die ersten Raketen stiegen bereits auf, während unter mir der Wasserkocher an einem heißen Tee arbeitete. Dem Clubhaus einer Seglergruppe hinter mir schenkte ich wenig Beachtung. Einige Studenten wollten darin allerdings Silvester feiern und als die Gruppe ihre Posten bezogen wurde ich entdeckt. Drei Studenten schwenkten auf den Bus um und sangen mir kurzerhand ein Ständchen. Da ich eigentlich nur meine Ruhe haben wollte, entschuldigte ich mich auf Schwedisch kein Wort Deutsch zu sprechen. Normalerweise funktioniert das.

    Ich musste natürlich genau die Gruppe Studenten erwischen, die an einer dänischen Universität studierten, und damit auch leidlich Schwedisch sprachen. Nach einigem Hin und Her sowie viel Gelächter wurde ich ebenfalls zur Feier im Clubhaus eingeladen und verbrachte Neujahr also tatsächlich noch unter Menschen. Nette Leute, beheizte Räume, warmes Essen, laute Musik, gemütliche Wasserpfeifen und viele viele Raketen. Yay 4 2007!