"ich liebe es"™ von McDonald© – wer kennt es nicht, das goldene M®

Nachdem ich es gestern wohl etwas zu dolle getrieben habe, brauchte ich heute morgen irgendwas warmes im Magen. Bei McPlastic war ich schon lange nicht mehr. Gut, den Namen verdienen sie eigentlich nicht mehr so, da ja das meiste heute aus Pappe ist. McPappe also. Die freundliche Bedienung hatte heute ihren ersten Tag und zur Abwechslung habe ich sogar alles verstanden, was sie mich fragte, und umgekehrt. Mein Schwedisch wird wohl passabel 😉 Der Burger liegt übrigens bei 1.08 Euro und ist damit 8 Cent teurer als in Deutschland. Ich nehme gleich zwei und bloß keinen Kaffee.

Gedankenverloren zählte ich dann die ganzen Marken- und Copyrightzeichen auf der PappPlastikverpackung, während ich meine leckeren, gesunden und vor allem warme Burger futterte. So früh am Morgen mit Brummschädel schon weit über Zehn zählen zu müssen schockierte mich, gelinde gesagt, nun doch ein wenig. Andererseits: Mit 2.42 Mrd. Euro Jahresumsatz für 2005 wird das so schon seine Richtigkeit – ja sogar seine Notwendigkeit – haben. Die neuen Zahlen am Jahresende werde ich mir dann mit dem Wissen, dass 2.16 Euro davon von mir waren, ebenfalls ansehen 🙂

Inspiriert vom Schattenschreiber:


beko@daedalus:~ # history | awk '{print $2}'|awk 'BEGIN {FS="|"} {print $1}'|sort|uniq -c | sort -nr |head -n 10
74 cd
62 ls
34 amarok-query
25 su
20 killall
18 vi
17 ps
17 mount
17 links
13 lvu

Ich verbringe also die meiste Zeit am Computer damit mich auf der verwirrenden Struktur meiner Festplatte zurecht zu finden, der Musikbox Anweisungen zu geben und massenweise Prozesse zu tötenbeenden oder mich zum Superuser zu erheben.

Und ich dachte ich hätte inzwischen auch ein RealLifeechtes Leben 😀

Sowas aber auch. Da möchte wohl jemand anderes auch umziehen und war ganz kurz vor mir unterwegs. Nun habe ich alle örtlichen Supermärkte abgeklappert und alle Bananenkisten sind schon weg. Meine Ausbeute sind traurige 1,5 Bananen- und eine ME Attendskiste. Das ist zu wenig aber immerhin ein Anfang! Und das in ner Stadt mit einer der beiden wichtigsten Papierfabriken Schwedens 😀

Tja, heute war es soweit. Wir treffen uns am Nachmittag am Schrottplatz. Ulf hat meinen alten Bus auf einem Hänger dabei. Der ist dafür zwar eigentlich viel zu klein, aber der Bus wiegt ja ausgeschlachtet kaum noch etwas. Wir unterhalten uns eine Weile mit dem Verantwortlichen, der bei Schrott aus dem Ausland etwas ins Schwitzen kommt. Nach ein paar Minuten haben wir aber alles geregelt und ein Bagger hievt den Bus von unserem Anhänger.

Honeywell versucht noch dreimal durch Rollen in Richtung Geländeumzäunung zu entfliehen, wird aber jedesmal vom Bagger wieder eingeholt. Schlussendlich geht es dann doch Richtung Presse und mir wird das Herz ein wenig schwer. Zwar doch nur ein Stück Metall haben wir doch eine Menge zusammen erlebt. Durch die ganzen Reparaturen und Umbauten in Eigenregie habe ich doch sehr viel Schweiß und Zeit in den Bus gesteckt.

Ein Trostpflaster bekommen wir aber auch noch. Ich kann die Entsorgungspapiere morgen nach der Schule abholen. Nun hat der Verantwortliche einen Teil meiner Geschichte mitbekommen und meinte etwas in der Art: Wer zur Schule geht hat doch kein Geld. Heute sei mein Glückstag und er entsorgt den Bus gratis. Das ist doch mal was!