Wahlen sind irgendwo traditionell immer in irgendwelchen Schulen. Diesmal sogar in einer ausgesprochen hässlichen Schule. So sah ich mich gezwungen das Bild mit meiner Wahlberechtigung zu zensieren.

Gefunden hatte ich die Schule schnell. Drinnen stand dann ein großer Tisch voller Wahlzettel – je nach Wahl in unterschiedlichen Farben (Kommunalwahlzettel alle blau und so weiter). Nun sammelt man einfach die Zettel der Partein ein, die man wählen möchte, und stopft dann in einer Wahlkabine jeweils einen in einen Wahlumschlag. Wer unbedingt seine Wahl vor seinen Mitwählern verschleiern mag, nimmt einfach alle Zettel mit in die Kabine und entsorgt den Rest dort. Die Wahlumschläge haben ein kleines Guckloch an der Seite. Hier lässt sich nur die Farbe erkennen. Die Wahlurnen sind dann ebenfalls farblich gekennzeichnet. Ich darf nur noch nicht für den Reichstag stimmen – für den Rest schon. So muss ich wenigstens auch keine Namen ankreuzen, die mir eh nichts sagen. Dann noch schnell meinen Ausweis gezeigt und meinen Namen im großen schlauen Buch abhaken lassen. Jetzt fix wieder nach Hause zu leckerem Kartoffelsalat, den ich gestern vorbereitet habe. Wahlrecht erfolgreich wahrgenommen. Und du?