"Schützt Leben, nicht Daten!" by Jan-Lukas ElseJan-Lukas Else
Wolfgang Bauer, Krisenreporter der ZEIT, argumentiert in “Schützt Leben, nicht Daten!”, wieso wir in Deutschland auch so ein rigoroses Tracing bräuchten, wie es das in Südkorea gibt, wo mit allen Mitteln, die sonst etwa zur Aufklärung von Morden, nach Infizierten gesucht wird. Hier einige Ab...

Das sehe ich komplett anders Jan-Lukas. Mag das Ziel noch so nobel sein:

Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine

Überwachung und Sammelwut wird stets weiter ausgebaut, aber nicht mehr reduziert. Wir haben das alles schon vor Jahren zum Thema Vorratsdatenspeicherung (VDS) durch gekaut und mich persönlich kotzt es an dass hier immer weiter aufgeweicht, gesammelt und abgegriffen wird – auch ohne rechtliche Grundlage. Das wieder weg zu klagen dauert Jahre, und schon sind drei neue Systeme an die selbe Stelle getreten. Der IST Zustand ist alarmierend!

Wir wissen um die Gefahren, weil es bereits geschehen ist. Zuerst nur wegen schwerer Verbrechen. Dann gegen einfache Ordnungswidrigkeiten. Morgen gegen politische Gegner. Und so weiter. Steck deine Nase bitte in ein Geschichtsbuch. Und wenn dir das zu fad ist hätte ich dir noch eine Buchempfehlung (Roman): https://beko.famkos.net/2020/01/22/nsa-nationales-sicherheits-amt-2/

Wir als IT-ler wissen um das technisch Machbare bereits. Wenn wir es uns vorstellen können wird es irgend jemand auch implementieren.

2 thoughts on “

            • Das sehe ich komplett anders Jan-Lukas. Mag das Ziel noch so nobel sein:

              Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine

              Ich weiß um die geschichtliche Bedeutung von Datenschutz und bin auch selbst eher dagegen Maßnahmen wie in Südkorea hier einzuführen. Nachdenken != Umdenken, Datenschutz ist und bleibt mir sehr wichtig und ich lehne Massenüberwachung strikt ab.Bloß Situationen wie ich sie heute morgen wieder beim Bäcker erlebt habe, wo ich in einer Diskussion gehört habe “Ich trage keine Maske, ich glaube an diese ganze Sch**** nicht!”, lassen mich dann doch verzweifeln. Oder im Zug vor zwei Wochen, wo auch Leute ohne Maske saßen, sogar hustend. Wir würden wahrscheinlich nicht am Anfang einer zweiten Welle stehen, würden sich die Leute einfach an die Regeln halten, Maske (richtig – also über Mund **und** Nase) tragen, Abstand halten wenn’s nötig ist und Quarantäne-Anordnungen befolgen. Aber da die Leute sich von Verschwörungstheorien hinreißen lassen, sie die Gesundheit anderer Menschen einfach nicht juckt oder sie ihre Freiheit um jeden Preis ausleben wollen, haben wir den Schlamassel.Ich weiß auch nicht was eine Lösung wäre, besonders in dieser Situation: (Einige) Politiker sind machtbesessen, (einige) Bürger drehen komplett durch, die Gesellschaft droht sich zu spalten. Und es ist nicht absehbar, ob es je einen Impfstoff geben wird.

            • Ja, solches Verhalten macht uns auch maßlos wütend – insbesondere mit Risikogruppe im Haus. Das bekommen wir aber nicht mit Technik in den Griff.

              Technik hat noch nie ethische Fragen beantworten können.

              Das muss in die Köpfe. Hier ist Courage gefragt.

              Hier im Dorf lief letzte Woche das jährliche nachbarschaftliche Grillen. Party auf kleinsten Raum. Wir haben abgesagt und damit stehen wir ziemlich allein, was unseren Ruf als Sonderlinge hier weiter befeuern wird.

              Anderenorts dürfen wir diskutieren warum wir in geschlossenen Räumen bei Terminen z.B. beim Amt die Masken nicht abnehmen.

              In der KiTa sind gerade die Maxis verabschiedet worden. Großeltern und ganze Familien waren da. Wir haben 4 Masken gezählt und die Abstandsregeln wurden stumpf missachtet. Corona ist von der Mehrheit hier “beendet worden”.

              Es ist schwer sich nicht dem Druck zu beugen. Und dabei dreht es sich nur um ein Stück Stoff.

              Das muss sich umkehren. Mehr Aufklärung, Debunken und klare Ansagen von oben braucht es. Damit gewinnst aber keine “Klicks” und so werden wir weiterhin im Dreck der üblichen Brandstifter absaufen. Wir sehen täglich frustriert auf die aktuellen Zahlen und freuen uns schon auf die ganzen Urlaubs-Heimkehrer.

              Normalerweise gibt es danach ja nur Läuse.