Camping im Sommer kann jeder. Ein neuer Trend, der sich in Deutschland ausbreitet, ist das Wintercamping. Zwar betrachten wir uns nicht als wirkliche Campernaturen oder Naturfreunde, doch ist im Winter ohnehin zu dieser Jahreszeit nur wenig los. Da kam ein Bullitreffen gerade recht um ein wenig Abwechselung in die tristen Tage zu bringen. Aber mitten im Winter? Damit hatte ich auch noch keine Erfahrung und so haben wir mehrere Tage mit den Vorbereitungen verbracht und viele Socken und andere wichtige Kleinigkeiten gepackt.

Das hat auch alles super geklappt und wir haben ein tolles Wochenende am Edersee genießen dürfen. Mit dabei waren geschätzt 80 andere VW T3 Busfahrer, darunter einige bereits bekannte Gesichter. Die meiste Zeit hatten wir traumhaftes Wetter und nur am Sonntag ein wenig Neuschnee (siehe Bild). Dank Strom am Bulli und der guten Isolierung mit Trocellen Schaumstoff hatten wir selbst am frühen Morgen wohlige 22,5°C im Bus bei nur 1,5kW Heizleistung. Versorgt haben wir uns allerdings mit einem Gaskocher und vielen warmen Mahlzeiten und den ein- oder anderen Irish Coffee oder Apfelwein.

Na und was wäre eine knapp 1000 Kilometer Tour mitten im Winter ohne Panne? Auf der Rückfahrt ist uns dann leider ein Reifen kaputt gegangen. Durch ein Loch in der Flanke verschwand der Großteil der Luft und so musste das Reserverad her halten. Kein großer Aufwand, habe ich doch immer das Werkzeug dabei, und ein Abenteuer mehr auf der Liste. Und wenn es auch nur einmal mehr der Reifen war 😉

Schneemann Heute früh hatten die Räumdienste wohl woanders zu tun. Hier hat sich zumindest niemand blicken lassen. Das ist recht ungewöhnlich, weil hier der Linienbus vorbei kommt. Wenn da nichts geräumt wird… andererseits wäre es wohl auch vergebene Mühe gewesen. Ich hatte heute früh auch die ganze Auffahrt frei geräumt gehabt und man sieht ja was nur 4 Stunden später davon übrig geblieben ist. Ein echter Winter – so wie es früher einmal war. Ich habe mich auf jeden Fall heute mal wieder gut eingedeckt und hoffe den Rest des Monats nicht mehr einkaufen zu müssen. Die Schneeketten haben sich auch mal wieder bestens bewährt 🙂

Kein Verständnis habe ich übrigens für diese Volltrottel, die noch immer auf Sommerschluppen durch die Gegend rutschen oder schleichen, anstatt sich endlich mal ordentliche Schlappen zuzulegen. Aber so ist es halt in Deutschland: Wenn es nicht eindeutig gesetzlich geregelt ist. Was nicht explizit verboten ist darf gemacht werden. Herr, lass zwischen all dem nassen Mist doch bitte auch ein wenig Hirn vom Himmel fallen! Und an die ganzen modernen 4×4 Fahrer: Eure Pseudogeländewagen fahren zwar besser an aber bremsen bei dem Wetter genau so beschissen! Denkt mal drüber nach bevor ihr euch um den nächsten Baum wickelt.

NSC Pause im Tempelraum Tja, da staunte ich nicht schlecht als sich plötzlich eine alte Bekannte meldete. Gleich einen Stadtteil weiter sollte ein kleines Star Wars Liverollenspiel statt finden. Leider konnten ein paar eingeplante NSCs kurzfristig doch nicht zum Termin. Das ist zwar eigentlich nicht mein Revier, da mich ja eher das Mittelalter interessiert, doch fand ich Star Wars schon immer sehr faszinierend. Das Hintergrundwissen ist durch diverse Filme und Bücher ja auch vorhanden und einige Rollenspielerfahrung habe ich inzwischen auch zusammen getragen. Eine kleine Herausforderung war das trotzdem. So musste ich mich komplett auf den Fundus der Orga stützen, da ich nicht eine passende KlamotteGewandung für so etwas im Schrank hängen hatte. Und einen Blaster schon dreimal nicht 😉 Schlussendlich fand ich mich als Springer für einen machtbegabten Geist und einen Imperialen Soldaten im Spiel wieder. Zum Glück ohne die klischeehafte weiße Plasterüstung (die Dinger sind extrem unbequem!). Über den Plot selbst lasse ich mich an dieser Stelle nicht aus. Das sollen andere machen – vorzugsweise die Spieler 🙂

Nach der Action die Versöhnung Mit einem mulmigem Gefühl im Magen fing der Spaß dann letztes Wochenende an. Zwar kannte ich die Rahmenhandlung und das Prinzip ansich ist auch nicht neu gewesen, doch trotzdem war dies anders, als andere Spiele, auf denen ich schon war. So wurde zum Beispiel fast ausschließlich im Gebäude gespielt. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass die ganze Sache sehr spaßig werden würde und mein Zwerchfell wurde mehr als einmal ernsthaft angegriffen. Die anderen Spieler waren alle für jeden Quatsch zu haben und alle kamen gut miteinander aus. Keine Eskalationen (außer natürlich bespielte), viel Gelächter und, was mir persönlich am meisten gefällt, kein übermäßiger InTime-Zwang. Zwar wurde die Story ernsthaft verfolgt, doch da sich niemand selbst zu wichtig nahm blieb es ein schönes lockeres Spiel mit vielen lustigen Geschichten. Ein spannendes Wochenende voller Irreführung, Fallen, Geistern, Meteoriten, noch mehr Fallen und einer beinahe Schießerei liegt hinter mir. Gestorben ist auch niemand und am Ende wurde alles gut – und das war wirklich der Verdienst der Spieler selbst. Eine NSC Kavallerie war nicht geplant und verbockt wäre eben verbockt gewesen 😉